Lesenswert: Winter in Maine

Das aktuelle Buchthema bei der "Lesenden Minderheit" lautet im November/ Dezember: "lies einen Winter- oder Weihnachtskrimi". Ich bin eigentlich gar keine Krimileserin, aber solche Themen sollen uns ja schließlich auch herausfordern, einmal etwas anderes zu lesen, als die gewohnten Genre.

Ausgesucht hatte ich mir Winter in Maine von Gerard Donovan. Von diesem Buch hatte ich bereits im vergangenen Winter gehört, fand es interessant, stellte es aber über den Sommer weiter zurück. Jetzt, passend zur Jahreszeit und o.g. Thema habe ich es wieder hervorgeholt, bestellt und gelesen.

Mein Fazit gleich vorweg: lesenswert!


Julius Winsome lebt, seit der denken kann, in dieser Hütte in den Wäldern von Maine. Es gibt nur ihn, die Hütte, Unmengen von geerbten Büchern und seinen geliebten Hund Hobbes. Die Einsamkeit macht Julius nichts aus. Er ist es gewohnt allein zu sein.

Eines abends hört er einen Schuss, was nicht ungewöhnlich ist, denn es ist Jagdsaison in den Winterwäldern. Doch dann macht er eine schreckliche Entdeckung: sein Hund Hobbes liegt tot vor der Hütte. Er wurde mit einer Schrotflinte erschossen. Julius, der nicht nur Bücher sondern auch ein Scharfschützengewehr von seinem Vater geerbt hat, nimmt seinerseits die Jagd auf die Jäger auf.

Es wird einem abwechselnd warm und kalt ums Herz. Die Geschichte taucht den Leser in ein Wechselbad der Gefühle von Verwirrung, Ablehnung, Verwunderung bis hin zu Sympathie, Faziniation  und Freude...

Sie handelt von Einsamkeit, zerstörtem Glück, von Liebe und Rache und das alles wird unglaublich stark durch die Ich-Erzählung unterstrichen. Ein reines Lesevergnügen, welches perfekt in die Jahreszeit passt, denn es ist Winter und kalt und düster in den Wäldern von Maine.


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