"Gruber geht" {Lesenswertes}

Bei meinen letzten 12v12 habe ich Euch ja schon einen kleinen Blick auf meine "Krankenhausbilanz" gegeben. Fast fünf Bücher habe ich in den letzten Wochen regelrecht verschlungen und ja, Band 3 ist auch endlich da :-) 
Heute muss ich Euch von "Gruber geht" berichten:


Dieses Buch ist einfach toll. Ich ziehe meinen Hut vor Doris Knecht, die in Österreich schon lange als originelle und witzige Journalistin bekannt ist. Mit ihrem Debütroman hat sie ihrem Ruf wirklich alle Ehre gemacht! 
 
"Gruber geht" erzählt vom Leben des John Grubers. Der Typ ist total schräg, neurotisch, hyperdiszipliniert und ein zynischer Bescheidwisser. Er ist Mitte dreißig, hat einen Topjob, ein Designapartment und ständig wechselnde Betthäschen.

Eines Tages erfährt Gruber, dass er einen Tumor im Bauch hat. Man könnte vermuten, dass er dadurch ein besserer, ein liebenswerterer Mensch würde, aber dem ist nicht so.
Einmal Kotzbrocken, immer Kotzbrocken. Dennoch wird er offener und kompromissbereiter.

Ich mag Gruber, der sich, über fast sechs Seiten, über die drei Gemüsebeete seiner Schwester aufregt, die katastrophal und ganz und gar ohne System angelegt wurden. Sowas wirkt sich schliesslich ungünstig auf die Mäheffizienz aus. Ja, seine Weltansichten sind schräg und teilweise nicht nachvollziehbar, aber die Art, wie er denkt, wie er spricht, wie er handelt... und, wie Doris Knecht dies alles lässig in Worte fasst, ist einfach grandios.

Mein Fazit: absolut lesenswert!

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